Pippig’s Brillen Gundelfingen
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Ein Optikhaus, aus dem Bauch heraus.

Im November 1995 hat Jörg Pippig in Gundelfingen sein eigenes Geschäft eröffnet. Ein Schritt ins Ungewisse, wie er heute sagt, aber einer, den er mit voller Überzeugung gegangen ist.

Vorher
Radsport, Lehre, Außendienst

Eigentlich wollte er Radprofi werden, fuhr Rennen und schaffte es bis in die Nationalmannschaft. Die Eltern bestanden auf einem Beruf. Der Sponsor seines Radvereins war Optiker, also begann er dort eine Ausbildung – gedacht als Zwischenlösung. Danach sechs Jahre Vertrieb bei Essilor.

1995
Der eigene Laden in Gundelfingen

Ein Ort, in dem er nicht geboren wurde, den er aber längst als Heimat empfand. Die Fläche war für damalige Verhältnisse großzügig angelegt. Später kam noch ein zweites Stockwerk dazu.

Danach
Pippigs Augenträume

Statt Preisaktionen und Werbeflyern: Abende mit Mode, Varieté und Unterhaltung, die eher an ein Kulturereignis erinnerten als an eine Verkaufsveranstaltung. Für einen Optiker war das damals neu.

Heute
Ein Haus mit eigener Werkstatt

1.500 Fassungen, über 40 Designermarken, zwei Augenprüfräume und ein Brillenlabor, in dem die Gläser selbst eingeschliffen und in die Fassung eingesetzt werden. Kunden kommen aus Freiburg, vom Kaiserstuhl, aus dem Elztal und aus dem Raum Offenburg.

Warum hier niemand Patient ist.

Dieser Gedanke zieht sich durch alles, was in diesem Haus passiert: Menschen, die eine Brille tragen, sind nicht krank. Sie kommen nicht, weil ihnen etwas fehlt, sondern weil sie gut sehen und gleichzeitig gut aussehen möchten.

Früher wurde die Brille rein funktional betrachtet. Man brachte ein Rezept vom Augenarzt mit und suchte anschließend möglichst unauffällig ein passendes „Gestell“. Dieses Wort mögen wir hier nicht besonders. Wir sprechen lieber von Fassungen, von Designobjekten oder von schönen Brillen.

Natürlich gehören hochwertige Gläser, präzise Augenprüfungen und gute Beratung dazu. Aber das ist die selbstverständliche Grundlage, nicht der Zweck. Im Mittelpunkt steht das Lebensgefühl.

Die medizinische Verantwortung liegt beim Augenarzt. Viele Optiker setzen heute verstärkt auf Screenings und medizinische Zusatzleistungen. Wir wollen keine Medizinoptiker sein, sondern Menschen zu einer schönen, passenden und hochwertigen Brille verhelfen.

Kurz- oder Weitsichtigkeit ist für uns keine Krankheit, sondern schlicht ein menschlicher Zustand, der eine gute Lösung braucht.

Wir sagen nicht Gestell. Wir sagen Fassung.
Jörg Pippig, Inhaber

Der Optiker als Gastgeber.

Es ging hier nie allein um das Produkt, sondern immer auch um die Atmosphäre, die Begegnung und das Gefühl, das Menschen mit einem Geschäft verbinden.

Deshalb beschreibt Jörg Pippig seinen Laden eher als sozialen Ort und seine Kunden gerne als „Freunde des Hauses“. Menschen sollen sich willkommen fühlen, unabhängig davon, ob sie etwas kaufen oder nicht. Wer sich über seine Brille freut, erzählt davon weiter – und das ist immer noch das beste Marketinginstrument.

Dass daraus am Ende trotzdem oft Geschäfte entstehen, versteht er beinahe als logische Folge ehrlicher Begegnung.

Über uns

Beratungstresen im Verkaufsraum, dahinter die Regalwand

Vogue statt Fachzeitschrift.

Die Inspiration kommt selten aus den Fachblättern der Optikbranche. Viel stärker interessiert, was gesellschaftlich, kulturell und modisch passiert.

Was tragen Menschen in Mailand oder Kopenhagen, welche Formen tauchen auf, welche Farben funktionieren? Es geht nicht darum, Trends zu kopieren, sondern früh zu erkennen, was sich entwickeln könnte, und diese Ideen in die Region zu übertragen.

Viele Marken, die heute selbstverständlich erscheinen, waren in Freiburg und Südbaden zunächst kaum bekannt. Dass heute auch Häuser wie Chanel, Dior oder Cartier ihre Kollektionen hier zur Verfügung stellen, ist weniger Statussymbol als Bestätigung: Von vielen tausend Verkaufsstellen in Deutschland erhalten nur wenige ausgewählte Häuser solche Partnerschaften.

Alle Marken ansehen

Beleuchtete Regalwand mit Fassungen, davor ein Beratungsplatz
Das Team von Pippig’s Brillen auf der Treppe im Ladengeschäft

Eine Mannschaft, kein Chefbüro.

Viele im Team sind seit Jahren dabei, manche seit Jahrzehnten. Flache Hierarchien sind hier wichtiger als klassische Chefstrukturen.

Natürlich muss jemand Entscheidungen treffen. Aber in einem Geschäft, das so stark von persönlicher Begegnung lebt, braucht man Menschen mit Empathie, Offenheit und Freude am Kontakt. Das lässt sich nur begrenzt lernen, man muss es vorleben.

Ein Hamburger Optikerkollege hat Jörg Pippig einmal scherzhaft einen „Menschenfänger“ genannt. Ein Ausdruck, über den er selbst lachen muss – der aber vielleicht erklärt, warum viele Kunden immer wieder zurückkommen.

Das Team kennenlernen

Und die Zukunft?

Intelligente Brillen, Kamerasysteme, KI-Anwendungen: Große Unternehmen investieren massiv in diese Technologien, und natürlich beschäftigt uns das auch.

Die Frage ist nur, wie viel Technik Menschen dauerhaft am Körper tragen wollen. Schon heute ist das Smartphone für viele ständig präsent. Ob die Brille künftig ebenfalls permanent technische Funktionen übernehmen muss, sehen wir skeptisch.

Der Wunsch für die Zukunft ist deshalb erstaunlich einfach: dass die Brille ein handwerkliches Produkt bleibt. Ein Gegenstand, der Stil, Persönlichkeit und Individualität ausdrückt – und nicht nur technische Funktionen erfüllt.

Brillen sind ein Lebensgefühl.
Jörg Pippig, Inhaber

Am besten lernen Sie uns persönlich kennen.

Rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Ein Satz genügt: worum es geht und wann es Ihnen passt.

Kandelstraße 2, 79194 Gundelfingen. Mo–Fr 09:00–13:00 und 14:00–18:30 Uhr, Sa 09:00–13:00 Uhr.

Die Angaben auf dieser Seite stammen aus einem Porträt über Jörg Pippig und sein Geschäft. Text: Christian Hodeige. Die Zitate geben wieder, was er dort über seine Arbeit gesagt hat.

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